
Rückfall in alte Zeiten?
Kann der FSV nicht mehr gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller gewinnen? Bereits im Vorfeld wurde beim FSV darüber diskutiert ob man beim Tabellenletzten wie in den Jahren zuvor zum Punktelieferant wird. Und am Ende stand man dann wirklich mit leeren Händen da, wobei die Gastgeber kurz vor dem Ende der Partie einen Freistoss zum allen entscheidenden Treffer nutzten.
Nach gut 10 Minuten hatte der FSV das Spiel auf dem sehr kurzen Platz voll im Griff. Die beiden Spitzen den TSV hingen komplett in der Luft und mit viel wohlwollen kann ein hoch über den Dörnberger Strafraum fliegender Ball als halbe Chance für die Gastgeber notiert werden. Aber trotz klarer optischer Überlegenheit mangelt es auch beim FSV an Top-Chancen. Zwei Schussversuche von Tobias Gunkel sowie ein Freistoss von Martin Stück aufs Lattenkreuz waren schon das beste, was bis zur Pause auf dem Zettel zu finden war. Kurios eine Abseitsposition von Pascal Kemper, der nach 'Doppelpass' mit einem Abwehrspieler (hier war kein FSV-Spieler in der Nähe) vom Schiedsrichter zurückgepfiffen wurde. Sonst hätte 'Kalle' aus durchaus spitzem Winkel frei Bahn in Richtung Tor des TSV gehabt.
Auch wenn die ersten Minuten nach dem Wechsel weiterhin vom FSV bestimmt wurden, zeigte das destruktive Spiel der Gastgeber mehr und mehr Wirkung. Zwar hatte der eingewechselte Andi Schulze zwei gute Möglichkeiten, setzte denn Ball jedoch nach Doppelpass mit Timo Wiegand am Tor vorbei (53.) bzw. scheiterte nach Zuspiel von Thore Reßler an Torhüter Berger und dem Außenpfosten (71.). Mengsberg jetzt auch mit ersten Offensivbemühungen und Kloske fand zwei Mal in Steffen Niepelski seinen Meister (57., 83.). Der FSV lies sich mit zunehmender Spieldauer die Partie aus der Hand nehmen und 180 Sekunden vor dem Ende schlenzte der eingewechselte Gerd Hainmüller einen 18-Meter-Freistoss sehenswert über die Mauer und zum umjubelten 1:0 ins Netz. Bis zum Schlusspfiff viel dem FSV dann nicht mehr viel ein und die Gastgeber freuten sich anschliessend übder den zweiten Saisonsieg, der wohl auf dem anstehenden Mengsberger Kartoffelfest ausgiebig gefeiert wurde.
FSV Dörnberg: Steffen Niepelski, David Michels, Daniel Jäger, Jan Kleinschmidt, Daniel Arrich (ab 46. Andreas Schulze), Jan Kleinschmidt, Daniel Arrich, Sebastian Luckei (ab 72. Dennis Dauber), Martin Stück (ab 84. Martin Kimnach), Thore Reßler, Tobias Gunkel, Timo Wiegand, Pascal Kemper
Mit im Aufgebot: Kai Steinert, Marcel Grenzebach, Marcel Müller
Das Spiel in der Statistik:
1:0 Gerd Hainmüller (87.)
Ein Bericht der HNA (Hofgeismar/Wolfhagen, 24.10.11):
Fußball-Verbandsliga: Dörnberg unterliegt beim Schlusslicht Mengsberg mit 0:1
Schulze trifft nur den Pfosten
Mengsberg. Ganz lange Gesichter beim FSV Dörnberg. Denn im Meisterschaftsspiel der Fußball-Verbandsliga kassierte die Elf von Trainer Andreas Hake am Samstagnachmittag beim Schlusslicht TSV Mengsberg eine 0:1 (0:0)-Niederlage.
Ein enttäuschter FSV-Pressewart Andreas Weinreich: „Wir haben in der Schwalm einen Punkt liegengelassen. Denn diese Partie hätte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt.“
Es war insgesamt auf dem kleinen und von daher für die Dörnberger ungewohnten Platz nichts berauschendes, was die Zuschauer geboten bekamen. Wobei aber das Hake-Team im ersten Durchgang schon überwiegend die Akzente setzte, den Chancen nach auch vorzeitig das Signal auf Grün stellen konnte. Weinreich: „Wir haben uns in dieser Phase mehrere sehr gute Einschussmöglichkeiten erarbeitet, die aber sträftlich ungenutzt blieben. So verfehlten Pascal Kermper (26.) oder Tobias Gunkel (32.) jeweils völlig frei nur um die sprichwörtliche Papierbreite das Ziel. Bei den Hausherren konnte ich lediglich eine halbe Chance notieren.“
Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Dörnberger dann immer mehr von den Schwälmern den Schneid abkaufen. Weinreich: „Die haben uns mit der Taktik „hinten zu Null und vorne mit dem lieben Gott“ regelrechts eingelullt.“ Daraus resultierte auch eine einzige TSV-Möglichkeit: ein Schuss von Philipp Kloske (57.), den aber FSV-Schlussmann Stefan Niepelski um die Metallstange drehte. Dann hätte Andreas Schulze (71.) den Sack zumachen können. Was der Platzherrentorwart mit Glanztat verhinderte, den Ball an den Pfosten zur Ecke bugsierte. Als sich alle schon auf ein 0:0 einstellten, hämmerte Gerd Hainmüller (87.) einen 20-Meter-Freistoß unhaltbar in den oberen rechten Winkel.
Dörnberg: Niepelski - Michels, Jäger, Kleinschmidt, Arrich (46., Schulze), Lukei (71., Dauber), Stück (84., Kimnach), Ressler, Gunkel, Wiegand, Kemper.
Ein Bericht der HNA (Schwalm/Eder, 24.10.11):
TSV Mengsberg beendet Serie von elf sieglosen Spielen mit 1:0 gegen Dörnberg
„Ein saugeiles Gefühl“
Mengsberg. Ja, er lebt noch: Der TSV Mengsberg hat nach elf Spielen ohne Sieg wieder in der Verbandsliga gewonnen. Das goldene Tor beim 1:0 (0:0) gegen den FSV Dörnberg erzielte Mengsbergs Urgestein Gerd Hainmüller mit einem herrlichen Freistoßtreffer in der 88. Minute. Die Fußballer vom Engelhainer bestätigten damit den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen und schafften - als allerdings weiter Tabellenletzter - den Anschluss an die Konkurrenz.
„Das ist ein saugeiles Gefühl. Die Jungs haben wieder gekämpft wie die Großen und dafür sind wir endlich belohnt worden“, freute sich der Mann des Tages. Umso mehr, weil er erstens nach eigenen Angaben noch nicht richtig fit ist. Zweitens nur eingewechselt wurde, nachdem sich Alexander Usbek verletzt hatte. Und drittens, weil der 33-Jährige eigentlich nicht schießen wollte, ehe die Mitspieler und Fans ihr „Gerdchen“ spontan überredeten. Denn bei ruhenden Bällen von der Strafraumgrenze ist er einfach eine Bank.
Hainmüller machte es wie immer mit links, so dass Spielertrainer Mike Kleinmann nach dem Spiel voller Stolz zum Team sagen konnte: „Wir hatten die formstärkste Mannschaft zu Gast - und wir haben sie verdient geschlagen“. Was umso höher einzuschätzen ist, weil Trainer-Kollege Daniel Hainmüller wegen Knieschmerzen ebenso passen musste wie Kapitän Stefan Stehl (Leistenbeschwerden) und Peter Popielarz (berufliche Gründe). Für Stehl kämpfte David Hempler verbissen neben Renè Dingel im zentralen Mittelfeld, den Flügelflitzer gab Gökhan Fidan. Die Marschroute blieb unverändert. Mengsberg spielte destruktiv. Das reichte aus, denn der FSV fand kein Mittel, spielerisch dagegen anzukommen. Pascal Kemper schoss nach der einzigen guten Kombination drüber (26.), ein Freistoß von Martin Stück streifte die Latte (45.). Auf der Gegenseite war Mirco Kleinmann zu klein für die Flanke von Florian Spanknebel (34.).
Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie ruppiger und die Hausherren trauten sich mehr zu. Krähling flankte hinter das Tor (48.), Philipp Kloske fand mit einem Schlenzer seinen Meister in Torwart Steffen Niepelski (57.), und Dingel traf den Ball nicht richtig nach einer Kloske-Hereingabe (67.). Erhöht wurde die Schlagzahl durch die Hereinnahme von Johannes Rappold, der mehrere gute Szenen hatte. Bei den Gästen brachte die Einwechslung von Routinier Andreas Schulze neuen Schwung. Den richtigen Dreh fand allerdings allein Gerd Hainmüller. • Mengsberg: Berger - Krähling, Mike Kleinmann, Wesner, Spanknebel - Fidan, Hempler (78. Rappold), Dingel, Usbek (51. G. Hainmüller) - Mirco Kleinmann (90.+2 Stern), Kloske. SR: Keller (Reiskirchen) - Z: 200. Tor: G. Hainmüller (88.).
Ein Bericht der HNA (Hofgeismar/Wolfhagen, 21.10.11):
FSV will nach der Niederlage gegen KSV Hessen II wieder in die Erfolgsspur zurückkehren
Dörnberg reist zum Tabellenletzten
Dörnberg. Schnell abgehakt hat man beim FSV Dörnberg die Niederlage gegen den KSV Hessen Kassel II. Die Habichtswalder ärgerten die Junglöwen mächtig, brachten sie aber nichts ins Straucheln, weil sie vor der Pause einige Chancen ungenutzt ließen. Nach einer 2:0-Führung musste sich der FSV mit 2:3 geschlagen.
Am Samstag ist Dörnberg ab 16 Uhr beim Aufsteiger TSV Mengsberg zu Gast. Die Elf von Trainer Andreas Hake, der in dieser Woche von Eric Schibol vertreten wurde, steht vor einer lösbaren Aufgabe. Die Gastgeber liegen nach einem Sieg, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz.
„Der Neuling steht in der Pflicht. Wollen die Mengsberger ihre Chancen im Kampf um den Klassenerhalt verbessern, müssen sie gewinnen“, warnt Hake vor einer Unterschätzung des Schlusslichts. „Die Aufgabe wird bestimmt nicht einfach. Wir dürfen den Gegner nicht am Tabellenbild messen und leichtsinning agieren. Wir müssen von Beginn an engagiert und konzentriert auftreten, schnell zu unserem Spiel finden und dem TSV unseren Stempel aufdrücken“, gibt der Fußballlehrer die Devise aus. „Es wäre schön, wenn wir an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen und den siebten Sieg schaffen würden. Ich erwarte, dass die Mannschaft alles dafür gibt.“
Tut sie das und es klappt mit dem Dreier, festigen die Dörnberger ihren Platz im oberen Drittel.
„Die Aufgabe wird bestimmt nicht einfach. „Wir dürfen den Gegner nicht am Tabellenbild messen und leichtsinning agieren.“
Andreas Hake, Trainer FSV Dörnberg
Fraglich ist der Einsatz von Jan Kratz. Der Torhüter verletzte sich beim 2:3 gegen die KSV-Reserve und musste das Feld kurz nach dem Seitenwechsel verlassen. Steffen Niepelski wurde eingewechselt. Am Sonntag wird er voraussichtlich von Beginn an spielen.
Jäger wieder dabei
Verteidiger Daniel Jäger, der am vergangenen Wochenende aus beruflichen Gründen fehlte, steht seinem Team wieder zur Verfügung.
Ein Bericht der HNA (Schwalm/Eder, 21.10.11):
Gegner Dörnberg zuletzt mit sieben Punkten gegen Top-Teams
Kleinmann will Dreier
Mengsberg. Beim TSV Mengsberg ist es kurz vor Zwölf: Elf Spiele lang haben die Fußballer des Neulings in der Verbandsliga nicht gewonnen. Nun misst sich die Elf der Spielertrainer Mike Kleinmann und Daniel Hainmüller mit dem FSV Dörnberg und damit einer der formstärksten Mannschaften der Klasse (Sa. 16 Uhr).
„Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir mehr als nur mithalten können. Jetzt wollen wir unsere Zuschauer endlich wieder einmal mit einem Dreier vergnügen“, sagt Kleinmann. Allerdings dürfen die Fans am Engelhain weiter kein Offensivspektakel wie noch im Aufstiegsjahr erwarten. Die Abwehr ist erneut also die beste Verteidigung für die beiden Übungsleiter, Chancen sollen über Konter überfallartig herausgespielt werden.
Adressaten sind weiter in erster Linie der wieselflinke Philipp Kloske und der wuchtige Mirco Kleinmann. Gökhan Fidan muss sich wie zuletzt über Kurzeinsätze empfehlen. Änderungen in der Anfangsformation sind nicht zu erwarten. „Die Jungs haben beim 0:0 in Steinbach überzeugt. Es gibt deshalb keinen großen Grund, etwas anders zu machen“, sagt Kleinmann, der erneut neben Alexander Wesner im Abwehrzentrum agieren wird. Die Möglichkeiten, im Spielverlauf sinnvoll zu wechseln, erhöhen sich indes. Die Routiniers Stefan Stehl und Gerd Hainmüller sind ins Training zurückgekehrt. Fehlen wird lediglich Talent Tobias Staufenberg, weil er im Urlaub weilt.
Während Mengsberg noch dabei ist, sich in der zweiten Amateurklasse zu etablieren, gehört Dörnberg dort zum Inventar. Und das mit Beständigkeit. Denn Andreas Hake, der den FSV seit 2001 coacht, ist der dienstälteste Trainer der Klasse. Gleich in seinem ersten Jahr gelang der Aufstieg aus der Bezirksoberliga und mit einem eingespielten Team sind die Gäste nun vielleicht so stark wie nie. Zuletzt schlug die Hake-Elf den SV Adler Weisenhausen mit 5:2, ließ anschließend den SSV Sand abblitzen (2:0) und hatte mit dem TSV Lehnerz das dritte Top-Team beim 2:2 am Rande einer Niederlage.
Leistungsträger sind Torjäger Timo Wiegand, der bereits zehn Mal traf und mit Martin Stück prima harmoniert, sowie Jan Kleinschmidt. Der Abwehrchef ist äußerst kopfballstark und hat fünf Tore auf seinem Konto. | 
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