FSV Dörnberg III - 1. FC Breitenbach 3 : 4 (2 : 2)


Roy Präger: Im Endeffekt sind Regeln dazu da, gebrochen zu werden...


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Spielbericht vom 09/25/2011



Am Ende bleibt nur Frust!

Es hat nicht sollen sein! In einem packenden Spiel zweier Aufstiegsambitionierter Teams, welches definitiv kein C-Klassen Format hatte, zog die 2. Reserve des FSV erneut unglücklich den kürzeren. Das Spiel hielt, was es versprach und vor allem, was sich die Dörnberger vorgenommen haben. Gutes Tempo bei nochmal sehr warmen Temperaturen, Tore auf beiden Seiten, harte Zweikämpfe und einen Sieger, der die Fehler der Heimmannschaft eiskalt bestraft!

In der Anfangsphase agierte die Leise-Elf sehr zurückhaltend und musste promt das erste Gegentor schlucken. Nach 2 Minuten half noch die Latte, aber bereits 60 Sekunden später schlug es ein. Der frühe Rückstand tat gut, denn nun nahm der FSV Tempo auf und begann das Spiel zu kontrollieren. Belohnt mit dem 1:1 durch einen Kopfball Nick Kaczmareks und einer prima Ecke von Kapitän Hedderich spielte der FSV wie gewünscht pressing, stand gut und beschäftigte den sichtlich überraschten Gegner, der es nicht gewohnt war hinter her zu laufen. Gerade als das Führungstor in der Luft lag, schlug Breitenbach erneut zu. Kai Steinert konnte sich nicht zwingend gegen einen Gästestürmer behaupten und musste aus kürzester Distanz den 2. Gegentreffer hin nehmen. Wilde Proteste des FSV brachten nichts, der Treffer zählte und schien regulär. Auch dieser Treffer kostete die klug spielenden Gastgeber keine Nerven. Man nahm erneut das Heft in die Hand und hab weiter Gas. Breitenbach jedoch zeigte sich bei ihren schnellen Kontern immer wieder brandgefährlich vor Kai Steinert, der in der 30.Minute eine sensationelle Parade im 1 gegen 1 hinlegte. Auf der anderen Seite verfehlte ein Barthel-Schuss nur knapp den Kasten. Nun bestrafte der FSV endlich einmal die Fehler des Gegners, als Oli Tatzel einen Pingpong Ball der Gäste zu Fabian Hedderich schob, donnerte dieser den Ball zum viel umjubelten Ausgleich in die Maschen. Die 2. Reserve schlug zurück und hatte nun eigentlich alle Trümpfe in der Hand.

Zu Beginn des 2. Abschnitts nahmen sich die Jungs in der Kabine vor, die angeschlagenen Gäste weiter zu verunsichern und nicht nach zu lassen. Breitenbach, so schien es, musste dem hohen Tempo und Niveau der ersten Halbzeit Tribut zollen und lauerte nur noch auf Konter. Als der überraschend entkräftete Johannes Pühra (45.) und der 3 Wochen ohne Training agierende Markus Graf das Feld verlassen mussten (56.), spielten die Dörnberger zwar weiterhin überlegen, ließen aber den Zug zum Tor und gezielte und ruhige Abschlüsse vermissen. Nick Barthel vertendelte den Ball am Fünfmeterraum gegen den schon am Boden liegenden Torwart – das war wohl die größte Chance zur Führung. Trotz optisch klarer Überlegenheit schlichen sich nun Hektik und Fehler in die Partie. Der FSV ließ sich anstecken und vertendelte den Ball ohne Not an der Mittelline – Breitenbachs Konter wurde genial ausgespielt und mit dem 2:3 bestraft. Nun wurde es noch hektischer. Durch eine bisher nicht zu erklärende Geste des Schiedsrichters (es wären nur noch 3 Minuten zu spielen), lösten durch Trainer Leise und Abwehrchef Behrens die Abwehr auf, warfen alles nach vorne, verloren erneut vollkommen unnötig den Ball und wurden erneut ausgekontert. Das 2:4 war noch ärgerlicher, da 3 Abwehrspieler nicht umschalteten und den von der Latte abprallenden Ball klärten, sondern lieber zuschauten wir der einzige Gästeakteur im 16er den Abpraller zur Entscheidung einschob. Das ganze passierte allerdings nicht 3 sondern 12 Minuten vor Schluss. Sehr, sehr ärgerlich aus Sicht des FSV, der nun alles riskiert und nochmal zurück kam. Erneut konnte Nick Kaczmarek nach einer Hedderich Ecke einnicken und stellte auf 3:4. In einem Klasse Sturmlauf, bei dem die 2. Reserve eine tolle Moral zeigte, entschied dann tatsächlich das Glück das Spiel! Eric Storz kam im Strafraum zum Kopfball, scheiterte aber dramatisch am Lattenkreuz! Abpfiff, Aus, vorbei!

Was bleibt, ist die Erkenntnis das man aus einem solchen Spiel nur lernen kann. Die aufkommende Hektik war vollkommen unnötig, da man in so einer Situation auch mit einem Unentschieden zufrieden sein muss. Dazu kommen immer wieder sehr ärgerliche Fehlpässe im Aufbau die uns immer wieder in Bedrängnis bringen und am Ende spielen kosten. Nichtsdestotrotz muss man dieser Mannschaft ein Kompliment machen! Sie hat über einen großen Zeitpunkt alles umgesetzt und mit Leidenschaft und Herz gekämpft, gespielt und auf die Zähne gebissen. Vielleicht war es eine Niederlage zur richtigen Zeit, denn noch haben wir alles selber in der Hand und können mit 2 Siegen gegen die seit fast 2 Jahren ungeschlagenen Balhorner (eine Herkules-Aufgabe) noch aus eigener Kraft den Weg in die Meisterrunde antreten. Für solche Spiele spielt man Fussball! Spiele in denen es um alles geht. Doch diese beiden Spiele sollen einen anderen Ausgang nehmen, als gestern. Daran werden wir in den kommeden 13 Tagen arbeiten um unser Ziel noch zu realisieren.

FSV Dörnberg: Kai Steinert, Oliver Tatzel (ab 82. Jürgen Steinhorst), Marco Steinert, Eric Storz, Nick Barthel, Johannes Pühra (ab 46. Andreas Behrens), Maurice Strassberger, Markus Graf (56. Konstantin Pessios), Nick Kaczmarek, Fabian Hedderich, Pascal Kern
Mit im Aufgebot: Sascha Tittel, Robert von Mach, Michael Giese

Das Spiel in der Statistik:
0:1 (4.)
1:1 Nick Kaczmarek (10.) / Fabian Hedderich
1:2 (20.)
2:2 Fabian Hedderich (35.) / Oliver Tatzel
2:3 (78.)
2:4 (79.)
3:4 Nick Kaczmarek (88.) / Fabian Hedderich

 



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